Die schlimmste Seekatastrophe aller Zeiten

Jedermann hat von der Titanic gehört, mit der 1912 im Nordatlantik 1.513 Seelen ins tiefe Grab unter die Wellen gerissen wurden. Die meisten haben von der Lusitania gehört, das umgebaute Fahrgastlinienschiff des Ersten Weltkrieges, das Munition für die alliierte Sache transportierte und das von einem feindlichen Unterseeboot 1915 getroffen und versenkt wurde, mit dem Verlust von 1.198 Menschenleben.

Andere haben vom Untergang der Empress of Ireland (1.100 Tote), der Athenia (112) und der Andrea Doria (51) gehört. Aber wie viele mögen je von der „Wilhelm Gustloff“* gehört haben, einem Lazarettschiff, das in den Endtagen des Zweiten Weltkrieges verwundete deutsche Soldaten und Flüchtlinge transportierte und am 30. Januar 1945 ohne Warnung von einem U-Boot in den Diensten der Sowjetunion, der amerikanischen kommunistischen Verbündeten, torpediert wurde?

DS WILHELM GUSTLOFF — Dieser prächtige Vorzeigekreuzer, besonders für deutsche Arbeiter in Friedenszeiten gebaut, wurde während der Kriegszeit ein Lazarettschiff.
Foto: www.quora.com

In dieser Katastrophe verloren fast 8.000** Menschen ihr Leben, über fünfmal (5 mal) soviel, wie an Bord der Titanic! Tatsächlich kamen auf diesem Schiff mehr Menschen ums Leben, als auf der Titanic, der Lusitania, der Athenia, der Andrea Doria und der Empress of Ireland zusammen (weniger als 4.000)!

Die Gustloff war jedoch nicht das einzige Schiff, das die fragwürdige Auszeichnung, als „eine schlimmere Seekatastrophe als die Titanic“ erhielt. Der zweite und dritte Platz geht somit an die beiden anderen deutschen Lazarettschiffe, die Goya und die General Steuben.

Das Schwesternschiff der Wilhelm Gustloff, die Goya, mit weniger Passagieren an Bord — „nur” 6.000 bis 7.000! — wurde am 16. April 1945 von einem anderen sowjetischen U-Boot versenkt.

Am 10. Februar 1945 wurde das andere Schiff, die General Steuben — nach dem deutschen General benannt, der Amerika half, die Unabhängigkeit zu erringen — von demselben U-Boot angegriffen, das vorher die Gustloff versenkt hatte, mit einem Verlust von fast 5.000 Frauen, Kindern und verwundeten Männern.

Insgesamt kamen bis zu 20.000 in diesen niemals bestraften Kriegsverbrechen um. Obendrein wurden einigen, die diese horrenden Gräueltaten begingen, später durch die siegreichen Alliierte des Zweiten Weltkrieges Orden zuerkannt — dieselben tapferen Alliierten, die dann in Nürnberger Verbrecher-Tribunal über die national-sozialistischen Soldaten und Führer “zu Gericht” saßen!


* Die Wilhelm Gustloff wurde 1937 im Zuge des Kraft-durch-Freude Programms als ein Kreuzschiff für deutsche Arbeiter und deren Familien vom Stapel gelassen. Nach dem berühmten national-sozialistischen Schweizer benannt, wurde es während des Zweiten Weltkrieges zum Lazarettschiff umgebaut.
** National Geographic Magazin, Februar 2005

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